Stress
Stress (genauer gesprochen Dis-stress) ist kein Modewort. Wie wir heute wissen, erhöhen chronische Stressbelastungen das Herzinfarkt-und Schlaganfallrisiko genauso drastisch wie Rauchen oder hohe Blutfettwerte.
Stress macht, salopp gesprochen, dick, dumm, depressiv, alt und krank.
-    Stress macht dick durch eine Erhöhung des Cortisols (körpereigenes Kortison)
-    Stress macht dumm durch Zerstörung der Nervensynapsen durch Cortisol und Glutamat (ein Neurotransmitter, der sich bei Stress im Gehirn anhäuft)
-    Stress macht alt durch einen vermehrten Angriff der freien Sauerstoffradikale auf Zellen
-    Stress macht impotent und libidolos, weil der Sympathikus (autonomer Stressnerv) und entzündungsaktivierende Botenstoffe (Zytokine) aktiviert werden, die Geschlechtshormonbildung jedoch reduziert wird
-    Stress macht krank, er fördert Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall
-    Stress macht depressiv, weil er die Serotoninproduktion verringert und stimmungsverschlechternde Entzündungs-Zytokine ansteigen lässt
-    Dauerstress kann durch die Erschöpfung der Nebennierenrinde zu Burnout-Syndrom führen
Die Folgen von akutem und chronischem Stress sind messbar anhand von erhöhten Cortisolspeichelwerten und eines zu hohen Spiegels an bestimmten Neurotransmittern (Botenstoffe im Gehirn) wie Noradrenalin, Adrenalin, Dopamin
Bei zu lang anhaltendem, chronischem Stress kann es zu einer Erschöpfung der Neurotransmitterbildung und der Hormonbildung in der Hirnanhangsdrüse und den Nebennierenrinden kommen. Die Konsequenz ist ein chronischer Gesamterschöpfungszustand, der das Bild des sog. Burnout-Syndroms widerspiegelt: man ist erschöpft, fühlt sich kaputt und ausgebrannt. Wenn Sie solche Symptome bei sich feststellen, empfehle ich Ihnen den Burnout-Fragebogen.
Das Burnout-Syndrom lässt sich messen anhand typischer Laborbefunde: es zeigt sich ein Mangel an Cortisol, Pregnenolon und DHEA. Die Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin sind erniedrigt. Viele meiner Patienten empfinden es als enorm entlastend, ihr Burnout-Syndrom anhand typischer Laborbefunde bestätigt zu sehen. Sie hatten vorher zu oft gehört: „Alle Ihre Laborbefunde sind bestens, sie sind gesund“, aber leider wurden gerade diejenigen Werte, die das Burnout-Syndrom charakterisieren, gar nicht gemessen.

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